Account/Beratung/Projektmanagement Jobs

Kunden sind Dein A und O? Du suchst etwas, wo Du endlich wieder Deinen Anzug tragen kannst? Wie wäre es z. B. als Account Manager, Projektmanager, Kundenberater, Account Director, Client Service Director, Brand Manager, Kundenbetreuer oder Key Account Manager?

Der Unterschied zwischen Account-Manager und Projektmanager

In fast jeder Agentur oder Medienunternehmen kennt man sie: den Account-Manager und den Projektmanager. Während der Account-Manager schon sehr viel früher auf die Bühne trat und in vielen Werbeagenturen die Aufgabe des Kundenbetreuers und -beraters übernahm, kam der Projektmanager erst im 21. Jh. in die Unternehmen. Interessanterweise übernahm er viele Aufgaben und Funktionen des Account Managers und wurde meist schlechter bezahlt mit dem Hinweis, er würde ja nur Projekte betreuen und nicht Kunden. Auch wenn der Schwerpunkt des Projektmanagers sicherlich auf das Management von Projekten liegt, hat er doch viele Ähnlichkeiten zum Account-Manager – vor allem im Marketing.

Was macht ein Account-Manager?

Der Account-Manager (zu deutsch auch „Kundenbetreuer“ oder „Kundenberater“) ist der Kontakt zu den Kunden in einem Unternehmen. Seine Aufgabe besteht oft darin, neue Kunden anzuwerben. Er pflegt aber auch die Beziehungen zu bestehenden Kunden, sogenannten Bestandskunden. Wenn ein Account-Manager nur für einen einzigen wichtigen Kunden zuständig ist, bezeichnet man diesen auch als Key-Account-Manager. Account-Manager können in zahlreichen Bereichen von Unternehmen arbeiten. Viele kennen den Account-Manager aus der Marketingabteilung, dem Vertrieb oder der Sales-Abteilung, aber auch andere Einsatzbereiche sind möglich. Übrigens: Wenn Account-Manager z. B. für die Akquise neuer Kunden und Geschäftspartner zuständig sind, steht meist noch die Kennzeichnung „New Business“ dabei.

Der Verantwortungsbereich des Account-Managers hängt dabei meist vom Unternehmen ab. Während er in machen Werbeabteilungen manchmal nur die Schnittstelle zwischen der Kreation und dem Kunden ist, kann er in anderen Firmen wiederum wichtige strategische Entscheidungen treffen. Eins ist jedoch klar. Die Verantwortung der geschäftlichen Beziehungen ist ein enorm wichtiger Bereich und kann über das Überleben eines Unternehmens entscheiden. Gute Beziehungen zu Kunden sind sehr wichtig, schließlich möchte man diese zu neuen Aufträgen oder Geschäftsabschlüssen bewegen. Deswegen steht der Kunde hier immer im Fokus.

Warum ist der Account-Manager so wichtig?

Im Bereich Marketing, Vertrieb oder Sales muss der Umsatz stimmen. Das heißt, die Abschlüsse, Verträge oder Verkaufszahlen müssen sich positiv entwickeln. Die Vertriebsziele bzw. die Business-Ziele müssen erreicht werden. Und nur durch einen erfolgreichen und effektiven Kundenkontakt ist dies möglich. Account Manager leisten hierbei einen enorm wichtigen Beitrag. Währen der Account-Manager meistens im Unternehmen arbeitet – und nicht wie der Vertriebler vielfach im Außendienst – muss er dennoch ständig reisen. Er fährt oft zum Kunden und sitzt mit diesem zusammen, um die Bedürfnisse und Herausforderungen des Kunden zu verstehen und diese dann schließlich in einem Briefing für das eigene Unternehmen zusammenzufassen. Erfahrene Senior Account-Manager übernehmen dabei oft auch die Aufgabe des Brandings (Markenaufbau), die Markenstrategie, Vertriebskonzepte und manchmal sogar das Planning. Die Überschneidungen zum Marketing-Manager sind dabei oft fließend.

Im Account-Management sitzen meist mehr Mitarbeiter als z. B. in der Kreation. Das liegt daran, dass Account-Manager nicht nur mit den Kunden sprechen, sondern die Kommunikation mit diesen auch zu Papier bringen müssen. D.h. es müssen Verträge vorbereitet werden, ein Briefing für die Kreation muss geschrieben werden, strategische Papiere müssen vom Kunden abgesegnet, Marktbeobachtungen müssen festgehalten und analysiert, Markt- und Verkaufstrends ausgewertet werden usw.

Was macht einen guten Account-Manager aus?

Ein guter Account-Manager ist redegewandt, eloquent, natürlich und Experte auf seinem Gebiet. Er ist zwar Verkäufer, aber in erster Linie berät er den Kunden. Er überzeugt mit Qualität und Wissen und drängt den Kunden nicht dazu, etwas zu kaufen, was er nicht benötigt. Leider werden viele Account-Manager von ihren Chefs oft dazu gedrängt, Verträge abzuschließen und Services zu verkaufen, auch wenn der Kunde davon gar keinen Nutzen hat. Eine schwierige Situation. Denn wenn der Account-Manager nicht erfolgreich ist, geht es dem Unternehmen schlecht. Ein guter Account-Manager schafft diesen Spagat, ohne seine eigene Leitbilder oder Werte in Frage stellen zu müssen.

Die meisten Account-Manager betreuen in einem Unternehmen nicht nur einen Kunden (Key-Account), sondern meist mehrere Kunden. Meist sind die Account-Manager aber nach Themenschwerpunkten oder Sprachkenntnissen unterteilt. Ein international arbeitender Mitarbeiter wird vermutlich viele Englisch sprechende Kunden haben und dafür weniger lokale Kunden. Gerade bei internationalen Großkunden sucht man auch gerne nach Account-Manager, die aus dem Land des Kunden kommen oder zumindest Englisch als Muttersprache sprechen (Native Speakers). Vor allem wirkt das Unternehmen dadurch gleich sehr viel größer und internationaler.

Der Account-Manager fängt meist als Trainee oder Praktikant in einem Unternehmen an. Meist hat er zuvor irgendetwas mit Medien, Medienwissenschaft, Medienwirtschaft, Publizistik o. ä. studiert. Wenn er übernommen wird, startet er als Junior Account-Manager und unterstützt erst einmal die erfahreneren Kollegen. Nach zwei bis drei Jahren steigt er dann zum Account-Manager auf und wiederum nach zwei bis drei Jahren kann er Senior Account-Manager werden.
Manche Account-Manager werden dabei auch als Sales-Manager bezeichnet – vor allem dann, wenn es hauptsächlich um Verkauf und weniger um Beratung geht.

Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte auf jeden Fall Freude an der Kommunikation mitbringen, aber auch gerne beraten und verkaufen. Ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine kaufmännische Ausbildung ist als Basis von Vorteil. Am Ende entscheidet aber der eigene Erfolg darüber, ob man für diesen Beruf gemacht ist.

Was verdient ein Account-Manager?

Während im Vertrieb oder Sales das Gehalt oft an den Erfolg gekoppelt und somit leistungsorientiert ist, erhält der Account-Manager im Marketing eher ein festes Gehalt. Erfahrene Mitarbeiter können sich aber oft Sonderleistungen in den Vertrag reinschreiben lassen, wenn sie besonders erfolgreich und erfahren sind. Manche Account-Manager bringen oft sogar eigene Kunden mit ins Unternehmen – und lassen sich das dann gut vergüten.

Das Einstiegsgehalt eines Junior Account-Managers liegt durchschnittlich bei 40 bis 44.000 Euro. In Werbeagenturen liegt das Gehalt meist viel niedriger und beginnt oft bei nur 30.000 Euro. Im Vergleich zum Art-Director mit gleich viel Erfahrung verdienen Account-Manager aber immerhin 500 bis 1.000 Euro im Monat mehr.

Und was macht ein Projektmanager?

Projektmanager verwalten und betreuen Projekte – wie der Name schon sagt – von Anfang bis Ende. Im Gegensatz zum Account-Manager geht es hier um Projekte und nicht um Kunden in erster Linie. Aber auch hier sind die Grenzen sehr fließend. Das Wichtigste bei Projektmanager ist aber, dass sie nicht den Überblick verlieren. Je größer ein Projekt wird, desto schwieriger wird es, dieses zu steuern und erfolgreich zu Ende zu bringen. Vor allem bei Projekten, die manchmal Jahre lang laufen, erfordert das viel Talent und Konzentration. Viele Projekte beginnen dabei meist mit der Planung/Konzeption und Finanzierung. Es folgt die Suche nach den geeigneten Mitarbeitern, und schließlich folgt die Realisierung und der Abschluss.


Gute Projekte werden dabei in Etappen vorbereitet und abgeschlossen. Aus diesem Grund beherrschen auch viele gute Projektmanager agile Tools wie Scrum, da er nicht die Übersicht über das Projekt verlieren darf. Klar, es gibt immer wieder neue Herausforderungen und Stolpersteine, die gelöst werden müssen. Aber ein guter Projektmanager hat immer die Zügel in der Hand und verliert nie seinen Kopf. Gerade die Übersicht über Budgets zu halten und die Zusammenarbeit mit Kollegen und Dienstleistern zu bündeln, ist keine einfache Sache. Der Druck, ein Projekt erfolgreich zu Ende zu führen, ist enorm hoch.
Ein Projektmanager ist dabei wie eine Task-Force: Er bekommt eine Aufgabe und muss diese in einem bestimmten Zeitrahmen mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu lösen.

Projektmanager können dabei in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt werden. In der Medienbranche trifft man sie oft in Online-Agenturen bzw. Internetagenturen. Das kann z. B. eine Produkteinführung, ein Website-Relaunch, eine Umstrukturierung im Unternehmen oder etwas Ähnliches sein. Man findet sie aber auch oft im industriellen Sektor z. B. als Projektingenieure. Dadurch schwanken aber auch die Budgets. Während eine einfach Webseite schon für ein paar tausend Euro zu haben ist, kostet eine Industrieanlage gleich Millionen.

Was macht einen guten Projektmanager aus?

Als Projektmanager muss man den Blick fürs Große und Ganze haben. Meist ist man auch immer ein bisschen Visionär und Optimist. Wenn alle anderen das Projekt schon scheitern sehen, sieht der Projekt noch ein Licht am Horizont. Deswegen muss er auch seine Kollegen und Mitarbeiter motivieren und ist manchmal wie die Mutter, die alle tröstet. Ähnlich wie Account-Manager stehen aber auch die Projektmanager ständig unter Druck und Stress. Ein Account-Manager wird daran gemessen, wie gut das Kundenverhältnis ist. Ein Projektmanager bemisst man daran, ob er es geschafft hat, ein Projekt erfolgreich zu beenden.

Wichtig ist dabei aber auch die Fähigkeit, Aufgaben delegieren zu können. Niemand kann alles. Und ein Manager, der versucht, alles alleine zu schultern, weil seine Mitarbeiter alles „Idioten“ sind, kann nur scheitern. Aber Delegieren bedeutet auch Menschen zu vertrauen und auf ihre Fähigkeiten zu setzen.

Auch wenn es derzeit noch keine allgemeinen Studiengänge für Projektmanagement gibt, findet man dennoch Ausbildungsmöglichkeiten z. B. zum Online-Projektmanager. Aber viel wichtiger als ein Studium oder eine Ausbildung ist oft die Erfahrung, die der Projektmanager mit bringt. Wer z. B. beim Industrieanlagenbau noch nie eine solche zu verantworten hatte, kennt gar nicht die Herausforderungen, die sich ihm in den Weg stellen. Genauso auch im Web-Bereich. Wer nicht weiß, wie eine Webseite gebaut oder programmiert wird, kann auch nicht verstehen, wenn sich Probleme im Java- oder PHP-Code ergeben. Und wer etwas nicht versteht, kann sich hierfür auch keine Lösung ausdenken. Also: Erfahrung ist immer enorm wichtig!

Eine weitere Fähigkeit, die ein Projektmanager haben sollte, ist Belastbarkeit und Flexibilität. Oft kommen Projekte sehr plötzlich oder verändern sich in sehr kurzer Zeit, weil z. B. der Kunde seine Meinung geändert hat oder es Regularien gibt, die man nicht hat kommen sehen. Das bedeutet Stress für den Kapitän des Projektes. Das „Boot“ muss wenden und dann wieder Fahrt aufnehmen. Führungsqualität und Mitarbeitermotivation sind dabei wichtige Faktoren.

Zu den Soft-Skills als Projektmanager gehören zudem: Organisationsfähigkeit, Führungskompetenz, Kommunikationstalent, Optimismus und Sprachtalente. Die meisten Projektmanager arbeiten international – auch in Deutschland. Viele Experten kommen aus anderen Ländern und sprechen manchmal nur schlechtes Englisch. Jammern bringt dann nichts, man muss dennoch sehen, dass das Projekt erfolgreich geführt wird.

Was verdient ein Account-Manager?

Das Gehalt eines Projektmanagers variiert sehr stark. Im Medienbereich liegen die Anfangsgehälter oft weit unter 30.000 Euro. Im Industriesektor hingegen können die Gehälter dagegen auf bis zu 100.000 Euro und mehr steigen – je nach Aufgabe und natürlich nach Projektbudget.