Wie wird man eigentlich Texter in der Werbung?

Plakate, Werbespots, Anzeigen, Artikel – überall sind wir von Texten umgeben. Für jedes Unternehmen geht es um Content: Um informative und zeitgleich unterhaltsame Inhalte, die sie an Kunden bzw. potenzielle Kunden ausspielen können. Doch gute Texte schreiben sich nicht einfach mal so auf die Schnelle von allein. Kreative Werbetexter (oder auch Copywriter), die ihr Handwerk beherrschen, gehören dafür her. Welche Aufgaben übernimmt ein Texter? Wie wird man Texter? Und welche Voraussetzungen muss man mitbringen? Das ist im folgenden Artikel zusammengefasst.

Was macht ein (Werbe-)Texter bzw. wie arbeitet er?
Es steckt natürlich schon irgendwie im Wort: Ein Texter textet. Doch wer denkt, ein guter Text hat sich in einem Durchgang geschrieben, der schlägt fehl und vergisst zudem, dass da ein echtes Handwerk dahintersteckt. Hinter jedem guten Text verbergen sich Ziele und eine Struktur, die hilft, diese Ziele umzusetzen. Diese muss man als Texter erst einmal aufbauen, bevor man überhaupt in die Tasten hauen darf. Gehen wir das einmal am Beispiel eines Werbeartikels durch.

Schritt 1: Der Fragenkatalog
Welches Produkt soll vorgestellt werden? Was kann das Produkt? Was sind die Vorteile? Inwiefern hebt es sich von anderen Produkten ab? Was ist die Hauptbotschaft, die das Unternehmen seinen Kunden vermitteln möchte? Welche Werte soll der Text widerspiegeln? Zu Beginn sind Fragen wie diese mit dem Kunden zu klären. Unter anderem auch, um zu wissen, was der konkrete Zweck des Werbeartikels ist: Möchte sich der Kunde als innovativer Vorreiter präsentieren? Oder als besonders nachhaltiges Unternehmen? Je nachdem, wie die Hauptziele ausfallen, muss der Texter auch den Text und dessen Inhalte darauf ausrichten.

Schritt 2: Das Gerüst
Nachdem ein detailliertes Briefing erfolgt ist, beginnt der Texter mit der Textstruktur. Wie soll die Einleitung aussehen? Welche Aspekte machen an welcher Stelle im Text Sinn? Welche Begriffe gehören in den Text, um die gewünschten Emotionen beim Leser auszulösen? Der Texter konzipiert, baut also das Gerüst des Textes auf – immer mit den Zielen der Kampagne vor Augen.

Schritt 3: Schreiben
Das Konzept ist abgesegnet? Prima, dann kann es ja endlich losgehen. Der Texter kann sich nun an seinem Gerüst orientieren und den Fließtext schreiben. Dabei kommt nun auch sein sprachliches Talent richtig zum Vorschein. Überschriften? Zwischenüberschriften? Zitate? Metaphern? Endlich kann sich ein Werbetexter kreativ austoben.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen möglichen Textformaten. Je nachdem, wie eine Kampagne aufgebaut ist, arbeitet ein Texter übrigens auch im Team, zum Beispiel mit Graphikern oder Webdesignern zusammen.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um Texter oder Werbetexter zu werden?
Das Beispiel zeigt deutlich, dass die Arbeit als Texter mehr erfordert, als ein paar Sätze aneinander zu reihen. Er muss natürlich kreativ sein, vor Ideen sprudeln und einen neuen Zugang zu Produkten oder Dienstleistungen finden. Schließlich geht es darum, die Kunden am Ende zu überzeugen. Texter müssen sich in die Kundenperspektive versetzen, denn sie müssen die Ziele des Kunden verstehen und sie anschließend im Text umsetzen können. Bei diesem Schritt, also bei der Erstellung des Textes, müssen sie aber auch die Zielgruppe im Hinterkopf behalten, um diese gezielt ansprechen zu können – also um den Nerv der Zielgruppe mit Worten zu treffen. Darüber hinaus muss ein Texter mit Zeitdruck umgehen können, denn nicht selten stehen straffe Deadlines an.

Wie wird man Texter?
Um Texter zu werden, macht man keine klassische Ausbildung – denn die gibt es in diesem Bereich überhaupt nicht. Oft findet man den Einstieg in die Branche über Praktika oder über ein Volontariat bzw. Traineeship in Agenturen. Ob dieses Training-on-the-Job ein oder zwei Jahre dauert, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die nächsten Karrierestufen sind dann oft Junior-Texter, Texter, Senior-Texter und Creative Director Text. Aber auch hier findet man in unterschiedlichen Unternehmen andere Bezeichnungen vor. Texter benötigen (unabhängig davon, wie sie Texter geworden sind) vor allem zwei Dinge: Talent und Übung. Das Talent bringt man mit. „Übung“ bedeutet in diesem Fall, dass es verschiedene Methoden gibt, um bestimmte Texte zu schreiben, die man erst lernen muss. Ob man sich diese während des Jobs oder zum Beispiel in speziellen Lehrgängen aneignet, ist eine individuelle Entscheidung.

Eine weitere Möglichkeit, den Einstieg zu schaffen ist z. B. die Texterschmiede in Hamburg. Hier werden schon seit Jahren erfolgreich Werbetexter ausgebildet. Das Ganze wird vor allem von vielen bekannten Werbeagenturen unterstützt und gefördert.

Zukunftsaussichten
In Zeiten von Content Marketing und der Content-Flut im Internet haben Werbeagenturen einen großen Bedarf an guten Textern, aber auch Unternehmen benötigen oft Unterstützung in der Marketingabteilung. Potenzielle Arbeitgeber verlangen häufig schon vorab Arbeitsproben oder testen die Bewerber vor Ort, indem sie zum Beispiel eine Pressemeldung schreiben und so ihre Fähigkeit für den Beruf unter Beweis stellen müssen. Also wenn Du vorhast, Texter zu werden, dann können wir nur sagen: Start and keep on writing!

Wie wäre es mit einem Texter Job oder Werbetexter Job oder einem Job als Redakteur. Auch der Job als Journalist könnte etwas für Sie sein. Sie haben die Auswahl!

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